„Aufwecker der Nation“ im Talk

Written by on 20. Oktober 2016

Seit 25 Jahren ist Robert Kratky bei Hitradio Ö3 tätig, seit 2003 präsentiert er den „Ö3-Wecker“. Wie er es geschafft hat, der bekannteste Radio-Moderator des Landes zu werden, erzählt er im Gespräch. Außerdem: Warum er sich nicht mehr für den Österreichischen Radiopreis nominieren lassen möchte.

Begonnen hat der Moderator von Österreichs wichtigster „Morning-Show“, dem „Ö3-Wecker“, im ORF-Landesstudio seiner Heimat Salzburg. Er moderierte dort ein Jugendmagazin, aber „die wollten mich nicht haben“, so Kratky. „Ich war ihnen zu frech. Die Jugendsendung war ihnen auch zu progressiv.“ Er sei „gefeuert“ worden, habe aber dann das Angebot bekommen, zu Ö3 zu gehen. „Ich habe meine Sachen gepackt, ein Plastiksackerl mit Gewand, und ein One-Way-Ticket mit der ÖBB nach Wien gelöst“. Zu Beginn hatte er keine Wohnung, übernachtete in den ersten Nächten im Studio. Die Position, die Robert Kratky heute inne hat, musste er sich hart erarbeiten. Mittlerweile präsentiert die „Stimme des Landes“ seit 13 Jahren den „Ö3-Wecker“ und erreicht damit Millionen HörerInnen täglich.

Nicht nur der „Ö3-Wecker“, auch Kratky selbst hat bereits den Österreichischen Radiopreis als bester Moderator erhalten. Er habe sich zwar darüber gefreut. Ein „erhebendes Gefühl“ sei der Preis für ihn aber nicht gewesen, meint Kratky: „Das soll jetzt nicht unsympathisch klingen, aber ein erhebendes Gefühl ist für mich, wenn jemand auf der Straße zu mir sagt: ,Mit Ihnen oder euch aufstehen, macht Spaß.'“ Dass das „ö3-Wecker-Team“ ausgezeichnet worden ist, freue ihn viel mehr. „Lob und Kritik“ erhalte er vom Publikum. „Ich nehme am normalen Leben teil. Das heißt, ich bekomme es mit. Da muss ich aufpassen, dass ich keinen roten Kopf bekomme oder über mich hinauswachse, mehr, als es mir gut tut. Deswegen bedeuten mir Preise gar nichts“, erklärt Kratky. Und legt klar fest, dass er sich nie wieder für den Österreichischen Radiopreis nominieren lassen wird.

Im ORF-Fernsehen moderiert Robert Kratky den Jahresrückblick, in dem auf die wichtigsten Themen des Jahres zurückgeblickt wird. Was er zu den großen Jahres-Themen – vom „Brexit“ bis zum Wahlkarten-Chaos – sagt, erfahren Sie in der Sendung. Außerdem verrät Robert Kratky, wie es war, Robbie Williams persönlich kennenzulernen und warum er Facebook nicht dauerhaft beigetreten ist.

Credit: Hitradio Ö3_Roman Pfeiffer


Ausschnitt aus dem Gespräch mit Robert Kratky – Über Neid an seiner Position:


„Inside Media“ mit Robert Kratky zum Nachhören:

1) Die harten Zeiten am Anfang:


2) Die Themen des Jahres – vom „Brexit“ bis zur US-Wahl:


3) Was gute Moderation ausmacht:


4) Warum er Facebook nicht dauerhaft beigetreten ist und Tipps für Talente:

 


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