Multilingual: Hebräisch – Sakral bis sexy

Written by on 21. Januar 2018

Unsere Moderatorin Ambra Schuster hat die israelisch-österreichische Schauspielerin und Sängerin Shlomit Butbul auf einen Kaffee getroffen. Sie hat außerdem herausgefunden, was Menschen dazu motiviert, Hebräisch zu lernen und es gleich selbst probiert.

Von einer Gebets- zur Muttersprache

Für Shlomit Butbul, Tochter der Entertainerin Jazz Gitti, ist Hebräisch eine sexy Sprache. Dabei war sie bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine reine Sakralsprache, nur angewandt im Thora-Studium oder für andere religiöse Zwecke. Dann machte es sich der Journalist Eliezer Ben-Jahuda zu Aufgabe, Hebräisch zur allgemeinen jüdischen Muttersprache zu wandeln.

Foto von einem Textabschnitt in einer Tora-Rolle

Quelle: Daniel Tibi via Wikicommons

Wiens Bastion jüdischer Kultur

Um 1938 lebten in Wien rund 206.000 Juden und Jüdinnen. Sie bildeten eine florierende Gemeinde und prägten die Kultur- und Intellektuellenszene. Heute leben gerade einmal 10.000 jüdische Menschen in der österreichischen Hauptstadt, davon mehr als 3000 im zweiten Wiener Gemeindebezirk, der Leopoldstadt. Interessierten stehen dort die Türen des Jüdischen Instituts für Erwachsenenbildung (JIFE) offen, einem spezialisierten Standort der Wiener Volkshochschulen. Im JIFE kann man beispielsweise Hebräisch, oder „Was Sie schon immer über das Judentum wissen wollten“ lernen.

Weiterführende Infos:

Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung
Website von Shlomit Butbul

Zusätzliche Quellen:

Juden in Wien
Wiener Zeitung: Wieder ein paar Juden mehr im Zweiten

Der Beitrag zum Nachhören:

Current track

Title

Artist