„Start me up“ hebt ab: Besuch von Weltraum-StartUps

Written by on 6. Februar 2018

„Start me up – Spezial“ kommt diesmal aus Graz: Moderator Paul Buchacher besucht die GründerInnen von spannenden StartUps, die sich dort im „Science Park“ angesiedelt haben. Einige StartUps arbeiten mit der Europäischen Weltraumagentur (ESA) zusammen. Und: Redakteur Michel Mehle trifft am „Weltraumball“ Star-Astronaut Franz Viehböck und Ex-„Science Buster“ Werner Gruber.

In dieser Spezialsendung meldet sich Paul Buchacher aus der Stadt an der Mur und besucht den „Science Park“, ein Zentrum für StartUps. Gegründet wurde der „Science Park“ im Jahr 2002, in mehr als 15 Jahren wurden über 470 Veranstaltungen organisiert und mitgestaltet sowie etwa 270 Workshops abgehalten. Das Zentrum coacht zudem StartUps bei ihren ersten „Schritten“, 300 potentielle Gründungsprojekte wurden bis dato begleitet. Die StartUps im „Science Park“ sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region: Mehr als 600 Arbeitsplätze wurden bislang geschaffen.

Besonders spannend vor dem Hintergrund, dass die ESA ihre AstronautInnen künftig auf Missionen jenseits der Internationalen Raumstation ISS schicken möchte und sich um Mitflug-Möglichkeiten im US-Raumschiff „Orion“ bemüht: Im „Science Park“ gibt es mehrere Firmen, die mit der ESA zusammenarbeiten. Was machen sie genau? Spannende Antwort in der Sendung (Anm.: Die USA erwägen laut einem Bericht den Ausstieg aus der Finanzierung der amerikanischen Teile der ISS nach 2024; diese solle  dann von privaten InvestorInnen übernommen werden). – Die ESA ist für den Bau eines zentralen Teils von „Orion“ zuständig: Das „Europäische Servicemodul“ ist der Antrieb des Raumgefährts, zugleich reguliert es die Temperatur im Inneren der Astronautenkapsel, sorgt für Strom, Wasser und die Luft zum Atmen. Die Module für die ersten beiden „Orion“-Raumschiffe sind Teil eines „Tauschhandels“: Die ESA zahlt so ihren Beitrag zu den Betriebskosten der ISS. Im Tausch gegen die Herstellung weiterer Servicemodule könnten Mitflugplätze bei „Orion“-Missionen eingerichtet werden, hofft die ESA. Voraussichtlich Ende 2019 soll „Orion“ nach den Plänen der US-Raumfahrtbehörde NASA zu einem ersten unbemannten Testflug ins All starten – und zwar zum Mond. – Für wie realistisch wiederum wird im „Science Park“ eine Mars-Mission mit Astronautinnen gehalten? Der Chef des US-Unternehmens SpaceX, Elon Musk, plant ja einen Start zum Mars „mit Personen an Bord“ für 2024 – was ExpertInnen für äußerst ambitioniert halten. Was Tesla-Chef Musk indes schon geschafft hat, ist, die schubstärkste Rakete der Welt – die „Falcon Heavy“ – mit einem Sportwagen an Bord Richtung Mars für einen Testflug zu befördern. Im Autoradio soll eine Endlosschleife des David-Bowie-Hits „Space Oddity“ zu hören sein. Link zum Song: https://m.youtube.com/watch?v=9_M3uw29U1U

Aktuelles Thema auch im Hinblick auf den Weltraum: Das europäische Weltraumlabor „Columbus“ feiert heuer sein zehnjähriges Jubiläum. Ein Labor in Tonnenform. Versuchsschränke sind über den Köpfen der AstronautInnen, aber auch zu ihren Füßen, angebracht. Es wird u. a. das Verhalten von Flüssigkeiten in der Schwerelosigkeit untersucht (vermischen sie sich, bilden sie Tropfen?).

Und die zwei Wiener Schüler Moritz Stephan und Julian Rothenbuchner haben mit ihrem Lehrer der Sir Karl Popper Schule den Mars-Rover „Tumbleweed“ entwickelt, der gerade vom österreichischen Weltraumforum im Oman getestet wird. „Tumbleweed“ ist ein kugelförmiges Messgerät mit Segeln, das – nur durch den Wind angetrieben – über den Mars rollen und dabei Daten, wie über Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sammeln soll und zudem Bilder schießt.

Das österreichische Weltraumforum (simulierte aktuell auch Marslandungen in der Wüste des Omans; Drohnen und Gewächshäuser werden unter mars-ähnlichen Bedingungen getestet) hat dieses Jahr auch zum ersten österreichischen Weltraumball geladen. Redakteur Michel Mehle meldet sich vom „Weltraumball“, einem der Höhepunkte der nun ausklingenden Ballsaison. Vor dem Mikro hat er Star-Astronaut Franz Viehböck, der mit der „Austromir“-Mission als erster und einziger Österreicher ins All geflogen ist. Ende Jänner ist der Leiter dieser „Austromir“-Mission, Willibald Riedler, im Alter von 85 Jahren gestorben. Michel Mehle spricht außerdem mit Werner Gruber, früheres Mitglied der Wissenschafts-Kabarettgruppe „Science Busters“ und Leiter des Planetariums Wien. Was sie spannendes erzählen und warum man sich am „Weltraumball“ vor Jedi-Schwertern in  Acht nehmen sollte, hören Sie bei „Start me up – Spezial“. Möge die Macht mit Ihnen sein!

Der Podcast zum Nachhören (Sendung vom 12.2.18, 10 Uhr):

Credit: Pixabay

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Music by Raphael Music: http://www.raphaelmusic.de


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