Wahlen in Österreich

Written by on 28. November 2016

Am Sonntag wählt Österreich den neuen Bundespräsidenten. Nachdem die erste Stichwahl erfolgreich angefochten wurde und Klebstoff dem Innenministerium einen Strich durch die Rechnung machte, kommt es zur zweiten Wiederholung der Stichwahl. Klingt kompliziert, ist es auch. Daher hat sich die Tonwerkstatt die Organisation von Wahlen genauer angesehen. 

Eine bundesweite Wahl wie die des Bundespräsidenten bedeutet einen organisatorischen Aufwand. In allen neun Bundesländern sind tausende Menschen mit Kuvertverteilung vor der Wahl, Durchführung am Wahltag und Auszählung von Stimmzetteln danach beschäftigt. Der Großteil dieser Menschen sind sogenannte Wahlbeisitzer, die für demokratische Wahlen wichtig sind. Sie sorgen dafür, dass Bürger im Wahllokal dokumentiert werden und ihre Stimme nach Ende der Wahl korrekt ausgezählt wird. Und das ehrenamtlich. Wahlbeisitzer kann übrigens jeder werden. Mario Wellenberger hat dazu mit Isolde Resch, einer Wahlbeisitzerin aus Oberösterreich, und Christian Ruzicka, stellvertretendem Leiter der MA62 Wahlangelegenheiten in Wien, gesprochen.

Wahlkarten stellen für viele Menschen den einzigen Weg dar, an einer Wahl teilzunehmen. Das kann verschiedenste Gründe haben. Fakt ist, dass bereits jeder zehnte Österreicher per Briefwahl wählt. Umso interessanter ist, welchen Weg eine Wahlkarte dabei zurücklegt – von der Produktion in einer Druckerei über die Versendung an die Wähler bis hin zur Auszählung in den Bezirkswahlstellen. Jakob Horvat hat diesen Weg aufbereitet und der Wahlkarte eine eigene Stimme verliehen, um sie selbst ihre lange Reise durch das Land beschreiben zu lassen.

 

 

Foto:© [Ankreuzen 2] via pixelio.de 


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