Stadtplanung – Metropolen

Written by on 17. November 2021

Jährlich führt das internationale Beratungs-Unternehmen Mercer eine Studie zur Bewertung der Lebensqualität in 231 Metropolen weltweit durch. Auch 2019 stellten die Ergebnisse der Studie Wien das beste Zeugnis aus und machten die Österreichische Bundeshauptstadt zum zehnten Mal in Folge zur lebenswertesten Stadt weltweit.

Bewertet werden das politische, soziale und ökonomische Klima, medizinische Versorgung, Ausbildungsmöglichkeiten, infrastrukturelle Voraussetzungen wie das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz, Strom- und Wasserversorgung. Weiters wurden Freizeitangebote wie Restaurants, Theater, Kinos, Sportmöglichkeiten, die Verfügbarkeit und Qualität von Konsumgütern sowie die Natur und Umweltbedingungen verglichen.

Vor allem in Europa gilt Wien als Vorzeigebeispiel für erfolgreiche Wohnpolitik. Die Stadt Wien ist die größte Immobilienbesitzerin Europas. Fast jede dritte Person lebt im Gemeindebau. Zusätzlich leben über 60% in geförderten Wohnbauten, inklusive Genossenschaftswohnungen. Die Agentur „Resonance“ kürte Wien 2020 zur „grünsten Stadt der Welt“. Die Hauptstadt hat einen Grünflächenanteil von 53%. Diese Grünflächen stehen der Bevölkerung zur Verfügung und bilden oft Naherholungsgebiete. Das beste Beispiel dafür ist die Donauinsel. Diese wurde einst für den Hochwasserschutz gebaut und ist mittlerweile Kultur- und Erholungsort.

Lobautunnel

Der Tunnel ist ein zentrales Element der geplanten ca. 19 km langen Ostumfahrung der Bundeshauptstadt. Dabei wird die Lobau, ein Teil des Nationalparks Donau-Auen, unterirdisch gequert. Begonnen hat alles 2003 mit der ersten Entwurfsplanung. 2015 wurde die Umweltverträglichkeitsprüfung positiv abgeschlossen. Im Juli 2021 wurde bekannt, dass das Projekt hinsichtlich der Umweltverträglichkeit vom zuständigen Ministerium neu evaluiert wird. Als Baubeginn ist nun der Februar 2022 anvisiert.

Nordbahnviertel

Auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs entsteht mitten in Wien ein neuer Stadtteil. Das Nordbahnviertel ist Wiens größtes innerstädtisches Entwicklungsgebiet. Nach der Fertigstellung im Jahr 2026 sollen hier 20.000 Menschen leben, die Hälfte tut es bereits jetzt. Das Besondere an dem Projekt: zwischen den neuen Häusern soll ein Stück Stadtwildnis erhalten bleiben und somit Platz für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Studiointerview

Frau Dr. Kerstin Krellenberg ist Universitätsprofessorin für das Institut Geographie und Regionalforschung an der Uni Wien. Mit Jovana Jozin spricht sie über die Herausforderungen der steigenden Bevölkerungszahl, was die Stadt zum Schutz der Umwelt beitragen kann, über die Herausforderungen Grünflächen zu planen und über die Zukunft von Wien.

Teil 1:

Teil 2:

Header Foto: Gerhard Bögner / Pixaby


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